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ICO Innovative Computer GmbH

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65582 Diez/Lahn

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Softwork-Software und ICO-Hardware als Fundament realisieren erfolgreich die digitale Transformation der Betriebsdatenerfassung für mittelständische Produktionsbetriebe.

Die Firmen Fichter Feinwerktechnik GmbH und Lauble & Fichter GmbH CNC Bearbeitung, Laserbeschriftung sind seit über 40 Jahren als Zulieferer der Uhren- und feinmechanischen Industrie sowie als Lohnfertiger für Maschinenbau, Automations- und Haustechnik etabliert.

Sie fertigen Drehteile, Frästeile, mechanische bzw. elektrotechnische Baugruppen und bieten Dienstleistungen wie Laserbeschriften, Widerstandsschweißen, Lötarbeiten auf Lötrobotern und sonstige mechanische Bearbeitungen an.

An flexiblen Arbeitsplätzen und auf einem modernen Maschinenpark entstehen Prototypen, Einzelteile oder Serien, die in höchster Qualität zu fairen Preisen angeboten werden.

Die Aufgabe

Bis ca. 2015 wurden die relevanten Informationen auf Papier am jeweiligen Arbeitsplatz vom Mitarbeiter händisch erfasst. Den Vorteilen von Papier, dass es „stromlos“ funktioniert, überall verfügbar ist und einen geringen „Footprint“ (Platzverbrauch am Arbeitsplatz) aufweist, stehen jedoch mehrere Nachteile gegenüber:

Es wird wertvolle Arbeitszeit zum Notieren und späteren EDV-Erfassen der Informationen verbraucht, die statistischen Daten stehen erst mit Verzögerung zur Verfügung und der Faktor „menschlicher Fehler“ ist beim Notieren, beim Handschrift-Erkennen und Übertragen der Informationen einfach unweigerlich vorhanden.

Wie zu erfahren war, ist auch die Berechnung des Prämienlohns auf dieser Grundlage sehr arbeitsintensiv und fehleranfällig gewesen.

Im Rahmen der generellen Diskussion um Industrie 4.0 und der Digitalisierung von Prozessen ist Herr Fichter während einer Messe an Softwork herangetreten, um seine Aufgabenstellung mit Kalkulation, Zeiterfassung, BDE und Berechnung des Prämienlohns an das Unternehmen weiterzugeben.

Der Wunsch und damit Vorgabe: Aufbereitung und Auswertung der Daten solle durch moderne Technologie einfacher, sicherer und transparenter werden.

Prinzipiell verbarg sich dahinter das An- und Abstempeln eines Fertigungsauftrags und die Zeitmessung. Wird gleichzeitig noch die erforderliche Menge bzw. Stückzahl erfasst, erhält man eine präzise Aussage über den Zeitaufwand zur Erstellung eines Produktes.

Um die Aufgabe in der Software abbilden zu können, hat sich Herr Schreck von Softwork als Projektbetreuer intensiv mit den Fragestellungen seitens Herr Fichter und den Vorgehensweisen im Unternehmen beschäftigt.

Der Weg zur Lösung

Softwork hat sich jedoch nicht nur mit dieser Aufgabe befasst, sondern sich das Ziel gesetzt, eine adäquate Gesamtlösung aus Software und Hardware für mittelständische Produktionsbetriebe insgesamt zu etablieren, denn Fichter gilt dabei als exemplarisch.

Die Einflussfaktoren sind einfache Erlern- und Bedienbarkeit für Mitarbeiter, die nicht IT-erfahren sind sowie eine gute Schutzklasse für die Hardware, ohne dass „Reinraumbedingungen“ erfüllt werden müssen. Es soll die Möglichkeit der Erweiterung über Barcode-Handscanner und RFID gegeben sein und eine Leistungsklasse, die auch für zukünftige Aufgaben gerüstet ist. „Soft- und Hardware müssen im Produktionsumfeld einfach und sicher laufen“, so ein Credo von Softwork.

Darüber hinaus soll das Ganze zu einem tragbaren Preis entstehen, der es ermöglicht, die Investition schnell zu amortisieren.

Mit dem „VISIOtime“-Modul stand Softwork basismäßig die geeignete Software unmittelbar zur Verfügung: mit moderner und einfach per Touch zu bedienender „Metro-Style“- oder Kacheloptik als Oberfläche. Die vollkonfigurierbaren Kacheln wirken angenehm und werden gern vom Mitarbeiter bedient.

Die Flexibilität der Software ermöglicht es, die gewünschten Prozessschritte mit Materialbuchung per Barcode-Scanner, Beginn- und Ende-Zeiten, Auftrag, Einzel- und Gesamtstückzahlen, Teilmengen-Meldung und auch eventuell Rüstzeiten zu erfassen. Bei Fichter wurden zusätzlich auch Besonderheiten wie Schichtbetrieb, Gruppenüberwachung eines Mitarbeiters von mehreren Maschinen und der Anschluss einer Maschinendaten Erfassung (MDE) von WERMA in die Software mit integriert.

Ein Problem ergab sich allerdings daraus, dass die ursprünglich von Softwork ins Auge gefassten Bedienterminals zwar sogar Reinraum-geeignet waren, aber zwischen der Berührung des Touchpanels und der erkennbaren Dateneingabe eine Zeitverzögerung lag, was Mitarbeiter in der Produktion sehr verunsichert („Warum reagiert das Ding jetzt nicht?“).

Sehr menschlich ist es, in diesem Fall nochmal den Button zu drücken, was aber systemlogisch zu Fehlern führt.

Hinzu kam, dass aufgrund der Reinraum-Auslegung die Panels quasi überdimensioniert und folglich hochpreisig waren.

Zuverlässige, schnelle Funktion/Reaktion auf die Eingabe und Bedienbarkeit mit Handschuhen, auch bei etwas verschmutzter Umgebung, musste daher als weiteres Kriterium definiert werden.

Da bereits ein Kontakt zu ICO als Lieferant integrierter PC-Systeme bestand, wurden die Wünsche für diese Lösung dorthin kommuniziert. Seitens ICO wurde vorgeschlagen, Touch-Systeme der Senor-Produktlinie einzusetzen, deren resistive Touchdisplays auch mit Arbeitshandschuhen oder schmutzigen Händen gut zu bedienen und mit Schutzklasse IP54 passend für Produktionsumgebungen gerüstet sind. Als kompaktes, lüfterloses System mit 15“ Display benötigt es wenig Platz und gibt Staub keine Chance, ins Gehäuse zu gelangen.

Es basiert auf einem Intel Celeron Dual Core Prozessor, stellt bis 8 GB RAM und 64 GB SSD-Speicher unter WIN7 oder WIN10 bereit. Die Anbindung an den Server erfolgt per Gigabit-Lan. Peripherie-Anbindung, z.B. für Handscanner erfolgt über 4 USB 2.0-Schnittstellen. Zusätzlich stehen zwei RS232-Ports zur Verfügung.

Durch eine Teststellung der Systeme bei Softwork konnte die Funktionsfähigkeit, die Haptik und die Nutzbarkeit der Geräte den Anforderungen entsprechend geprüft und positiv bewertet werden.

Insbesondere die Zuverlässigkeit, die Erweiterungsmöglichkeiten, das hervorragende Preis-Leistungsverhältnis und die schnelle Lieferfähigkeit für Geräte und (Ersatz-)Module waren für Softwork überzeugende Argumente, so dass nach dem Probebetrieb die Entscheidung fiel, bei zukünftigen Projekten weiterhin auf ICO zu setzen.

Herr Granja, der Projektleiter bei ICO, betont dabei die Verwendung ausgesuchter Hardwarekomponenten, die über lange Zeit gesichert verfügbar sind, um den baugleichen Nachkauf oder Zugriff auf Ersatzteile zu ermöglichen. Und da diese Systeme in der Regel lagernd gehalten werden, sind sie bei Bedarf sofort auslieferbar.

Hinzu kommt, dass beim Einsatz von RFID-Chips und -Lesern deren Abstimmung wichtig ist, da nicht alle wirklich miteinander kompatibel sind. ICO testet diese Bausteine im eigenen Labor, um dem Verwender die Sicherheit zu geben, harmonierende Komponenten zu erhalten.

Über 35 Jahre Erfahrung bringt ICO auf den Punkt, dass „nicht für alle dasselbe, sondern für jeden das richtige IPC-System“ zu liefern ist, in der hauseigenen Fertigung nach dem bewährten DIN EN ISO 9001:2015 Qualitätsmanagement-System assembliert.

ICO will so insgesamt eine Investitions- und Zukunftssicherheit realisieren, die speziell für den industriellen Mittelstand extrem wichtig sind.

Bewährung im Einsatz

Die betroffenen Arbeitsplätze bei Fichter wurden mit den Senor-Touchsystemen auf Wandhalterung oder einem Standfuß ausgerüstet, so dass ebenfalls der „Footprint“, also der Platzbedarf am Arbeitsplatz, nur wenig größer ausfällt als der des Papierformulars.

Nach erfolgreicher Einführung und zwischenzeitlich über zwei Jahren Nutzung ist die Vorteilsleistungsbilanz des eingeführten Systems auch unter den Gesichtspunkten von Industrie 4.0 sehr überzeugend.

Die Basisdaten für die Nachkalkulation der Stück/Zeitaufwendungen (Stückkosten/Stücklohn) sind auf einfache Art und Weise vorhanden und können per Knopfdruck ausgewertet werden.

Ebenfalls wird schlicht per Knopfdruck am Ende des Monats die jeweilige Prämienlohn-­Abrechnung erstellt, was zuvor richtig hohen Zeitaufwand verlangte.

Ein weiterer Auswertungsgewinn, aus den erfassten Daten generiert, besteht im sogenannten „Leistungsgrad“ als Prozent-Faktor, einer Differenz aus Soll- und Ist-Vorgaben, der dann für zukünftige Kalkulationen und auch zur Terminplanung herangezogen wird.

Die Mitarbeiter schätzen den Umgang mit den Systemen, weil die Lernzeit, oder besser, „das kleine Umdenken von Papier zu IT“ in der Einführungsphase sehr kurz und einfach war und sie im täglichen Arbeitseinsatz eine markante Entlastung finden.

Fazit

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem mittelständischen Auftraggeber, Softwork und ICO konnte eine überzeugende Gesamtlösung etabliert werden, die zum einen der Geschäftsleitung die gewünschten Daten liefert, zum zweiten die Mitarbeiter stark von händischen Vorgängen und „Zeitfressern“ entlastet und sich über die Kostensituation sowie die erzielten Einsparungen in kurzer Frist amortisiert.

Herr Fichter ist von dieser Lösung überzeugt und so stehen als Ausblick die Erweiterung der Plantafel und eine 100-prozentige Nachkalkulation zur Realisierung an.

 

Bild1: Ansicht Gebäude Fa. Fichter, cmyk, 300dpi

Bild2: Software VISIOtime auf Touchpanel, cmyk, 300dpi

Bild3: Senor-System auf Standfuß mit Handscanner und VISIOtime, cmyk, 300dpi

Bild4: Rückansicht und Connectivity Senor-System, cmyk, 300dpi

Bild5: Assemblierung bei ICO, cmyk, 300dpi

Bild6: Herr Granja, Projektleiter ICO, cmyk, 300dpi

Bild7: Herr Schreck, Projektleiter Softwork, cmyk, 300dpi

Bild8: ICO Gebäude in Diez, cmyk, 300dpi

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